Lobby gegen Klimaschutz


verzögerung

Warum hat es 40 Jahre gedauert, bis sich die Weltgemeinschaft auf der letzten Klimakonferenz in Paris sich zu nachhaltigen Selbstverpflichtungen zum Kampf gegen den Klimawandel durchringen konnte?

Auf allen vorangegangenen Klimakonferenzen hat die internationale Lobby der fossilen Industrien, an vorderster Front die amerikanische Ölindustrie, ihre politischen Repräsentanten zu beeinflussen verstanden, um ernsthafte Klimaziele zu verhindern.

 

 

siehe hierzu auch: "Die Klimaschmutzlobby" von Susanne Götze und Annika Joeres und "Apocalypse never" von Michael Schellenberger

Verteufelung

Parallel dazu haben sie es erreicht, die Kernenergie zu verteufeln. Eine erfolgreiche Kernenergie, die sich in den 70iger Jahren abzeichnete, hätte das Geschäftsmodell ganzer Industrien  und die wirtschaftliche Entwicklung ganzer Länder und Staaten gefährdet.

Gründungsmythos der Grünen

Da passte es gut, dass eine internationale Bewegung gegen die Atomwirtschaft von den Grünen aufgenommen wurde und damit politisch Erfolg hatte. Besonders in Deutschland führte das zu dem unsinnigen Beschluss aus der Kernenergie total auszusteigen.

 

Der Kampf gegen die Kernenergie passte zwar der Lobby der fossilen Industrien, aber sie konnten den Erfolg der Klimaaktivisten, insbesondere der Bewegung "Fridays for Future", nicht mehr aufhalten. Das die fossilen Industrien den Kampf gegen die Klimaaktivisten noch nicht aufgegeben haben, zeigen aktuelle Nachrichten in der FAZ vom 2. Juli 2021 über die Machenschaften der PR Abteilung der Exxon Mobil, die ihre Bekenntnisse für den Klimaschutz nur als Show sehen, in der Gewissheit, dass sie ernsthafte Maßnahmen, wie CO² Bepreisung, weiter verhindern können.   


Der Treibsandeffekt

 

 

Auszüge aus dem Spiegel Nr. 43 vom 23. 10. 2021 "Der Treibsandeffekt", S. 106 - 110

 

"Schon 1971 vermuteten Total-Forscher, dass der CO² Gehalt der Atmosphäre rund um das Jahr 2010 bei über 400 ppm liegen würde. 1982 lieferten Exxon-Leute einen brisanten Bericht für den internen Dienstgebrauch ab. Sie hegten keinerlei Zweifel daran, dass die Welt durch Kohlendioxid wärmer würde. Ihrer errechneten Kurve zum künftigen Temperaturverlauf ließ sich entnehmen, dass der Temperaturanstieg bis 2023 etwa 1,2 Grad Celsius betragen würde bei einer CO²-Konzentration von 420 ppm - im Nachhinein ein an Hellseherei grenzendes Volltrefferergebnis."

"Was tun die Chefs von Ölkonzernen mit solchen dramatischen Erkenntnissen? .... Sie entscheiden einfach weiter zu machen wie bisher. Und zu lügen.!

In den USA tat sich Shell besonders hervor, aber auch alle anderen Ölgesellschaften sind Mitglieder in den verschiedensten Vereinen und Gruppierungen, die nur einen Zweck verfolgen, die Öffentlichkeit  über die wahren Ursachen des Klimawandels zu belügen..